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| Die Geschichte zum Seitenanfang | |
| 1368 | Erste schriftliche Erwähnung in einer Weitenunger Schenkungsurkunde |
| 1479 | Eintragung "In der Farnhalde" in das Zinsregister des Amtes Steinbach (vermeintliche Ersterwähnung bei der 500-Jahrfeier 1979) |
| um 1510 | Vogtei zusammen mit Gallenbach und Nägelsförst |
| nach 1525 | Stärkere Besiedlung des Farnhaldetales: Steinhauersiedlung |
| 1819 | Selbständige Gemeinde innerhalb des Amtsbezirkes Bühl |
| 1840/50 | Auswanderung von 146 Varnhaltern nach Nordamerika (Notjahre) |
| 1860/61 | Bau des Rathauses |
| 1891 | Bau einer kleinen Kapelle (Marienkapelle) beim Kriegerdenkmal, 1909 Abriss und Wiederaufbau auf dem Friedhof, wo sie heute noch steht |
| 1909 | Bau einer Notkirche und eines Pfarrhauses |
| 1910 | Bau eines Schulhauses mit Lehrerwohnung am Kirchberg (heute Volksbank) |
| ab 1920 | Eigene Stromversorgung |
| 1933 | Gründung der Winzergenossenschaft Varnhalt |
| 1938/39 | Bau des Winzerkellers, Erweiterungsbauten/Umgestaltungen 1972/73, 1983/84, 1989/91 |
| 1958 | Abriss der Notkirche und Neubau der Pfarrkirche Herz-Jesu, seither selbständige Pfarrgemeinde |
| 1965/66 | Bau des Kindergartens St. Elisabeth durch die kath. Pfarrgemeinde und Bau der heutigen Grundschule |
| 1972 | Freiwillige Eingemeindung in die Stadt Baden-Baden (bis dato zum Landkreis Bühl gehörend) |
| 1977 | Erweiterung des Friedhofes und Bau einer Einsegnungshalle |
| 1978/79 | Bau der Yburghalle |
| 1989 | Bau der Josefskapelle |
| 1992 | Einweihung des Varnhalter Dorfbrunnens |
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| Das Wappen zum Seitenanfang | |
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Das ehemals von der Gemeinde Varnhalt geführte Wappen hat seinen Ursprung in einem Vorschlag des Badischen Generallandesarchivs aus dem Jahr 1900. In dessen Beschreibung heißt es: "In Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Eichenstaude". Damit wurde der Bezug zur herrlichen Landschaft im Rebland und zu den bewaldeten Hängen rund um die Yburg hergestellt. Die Gemeindefarben sind grün und weiß. |
| Die katholische Pfarrkirche zum Seitenanfang | |
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Anfang 1909 begann man auf
dem Platz der heutigen Kirche mit dem Bau einer Notkirche im Fachwerkbau
(zwei Modelle im Reblandmuseum in Steinbach). Bereits im November des
gleichen Jahres konnte Weihbischof Dr. Justus Knecht die Herz-Jesu-Kirche
einweihen. Nach dem 2. Weltkrieg erwies sich die Kirche für damalige Verhältnisse zu klein. Deshalb sprach Pfarrkurat Edelbert Augenstein ab 1950 den Opfersinn der Gläubigen an. Dank der Spendenbereitschaft, einer hohen Spende der WG Varnhalt sowie eines Zuschusses des Erzbischöflichen Ordinariats konnte Anfang März 1958 nach Abriss der Notkirche die Grundsteinsteinlegung erfolgen. |
| Bereits Mitte
Oktober wurde der erste Gottesdienst abgehalten. Architektonische Planung
und Bauaufsicht lagen in den Händen von Professor Albert Bosslet und Regierungsbaumeister
Erwin van Aaken, beide Würzburg. Das den Chorraum beherrschende und eindrucksvolle
Altarbild schuf der Würzburger Kunstmaler Lukas Gastl. Mit Wirkung vom
1. November 1958 wurde die Pfarrkuratie Varnhalt zur Pfarrei ernannt.
Von Sommer 1998 bis Oktober 1999 standen etliche Instandsetzungsarbeiten
und innerkirchliche Veränderungen an. So wurde das Dach saniert und wärmegedämmt,
der Fliesenboden durch einen Parkettboden ersetzt, die Raumaufteilung
verändert und ein Kreuzweg in die vorhandenen Nischen eingesetzt. Eine
Altarinsel bildet nun den Mittelpunkt der Kirche. Am 1. November 1999
konnte das über einjährige Provisorium in Schule, Yburghalle und Pfarrsaal
ein Ende haben. |
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| Die Yburg zum Seitenanfang | |
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| Mit einer Fläche
von 150m x 32m erstreckt sich die Yburg in 515m Höhe auf einem Porphyrkegel.
Sie ist das Wahrzeichen der drei Reblandorte Steinbach, Neuweier und Varnhalt.
Die Anfänge der Burg liegen im Dunkeln der Geschichte. Weder Baudaten noch Bauherr sind bekannt. Man nimmt jedoch an, dass nicht die Staufer sondern die Markgrafen von Baden die Erbauer waren. Denn die Yburg war ein Reichslehen in der Hand der Markgrafen. Markgraf Herrmann V. hatte nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1190 neben der Herrschaft Baden auch die Herrschaft Iberg mit den Kirchspielen Steinbach und Sinzheim geerbt. In einer Schenkung an das neugegründete Kloster Lichtenthal im Jahre 1245 wird die Yburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt, unterzeichnet mit Burkart und Heinrich Röder von "Yberc". Im Verlauf der Jahrhunderte hatte die Burg verschiedene Besitzer. Berühmt wurde sie unter dem Baden-Badener Markgrafen Eduard Fortunat, der 1594 in einem Kellergewölbe eine Alchimistenküche einrichten ließ, um Gold zu gewinnen. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Yburg ein erstes Mal zerstört. Markgraf Georg Friedrich zu Baden-Durlach baute in den Jahren 1619/22 die Ruine wieder auf. Nach den zweiten Zerstörungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 erfolgten zwischen 1898 und 1913 umfangreiche Restaurierungen. Im Stauferjahr 1977 wurde die letzte Lücke in der nördliche Ringmauer geschlossen. 1781/82, 1840 und 1987 zerspalteten Blitzeinschläge den Ostturm. Der 20m hohe West-Bergfried ist seit 1985 wieder als Aussichtsturm zugänglich. Die 1892 erbaute Gaststätte erfuhr 2000/2001 eine gründliche Sanierung (Modell der Yburg im Reblandmuseum) |
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